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 Betreff des Beitrags: Und so beginnt es ...
BeitragVerfasst: Mo 6. Okt 2014, 23:26 
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Der Abend brach über die Burg Sturmwind herein und die Zinnen der Mauern warfen immer längere Schatten. In der Altstadt drehte die alte Ema ihre letzte Runde während in den Tavernen der Stadt die Lichter aufflackerten und die Stimmung im Inneren ausgelassener wurde. Heitere Rufe und Pfiffe hallten aus den Gasthäusern auf die Straßen. Die Stadtwachen von Sturmwind verrichteten ihren Dienst wie gewohnt diszipliniert und dennoch ruhiger und enspannter als die Monate zuvor. Die ganze Stadt war von Leben erfüllt wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Garrosh war besiegt und es herrschte ein vorläufiger Waffenstillstand mit der Horde. Fast nur gute Nachrichten konnte man bei Tage auf den sonnenbestrahlten Pflaster der Wege hören.

Gelassen saß der Draenei Paladin Arkijun zusammen mit dem Pandaren Jinnfu an einem Ecktisch im Gasthaus zum Blauen Eremiten im Magierviertel. Die Stimmung an den umliegenden Tischen war durchaus heiter und fröhlich. Die Bardame brachte immer wieder weitere Runden voll Ale und Bier an die Tische.

Gerade als die Bardame an den Tisch der beiden Fremden in Sturmwind heran trat, schaute Arkijun den Pandaran Jinnfu an. “Lasst gut sein, Freund. Die nächste Runde sollten wir lieber aussetzen.” Der Draenei seufzte und nur um dies zu untermalen, schlug nun die Uhr des Magierviertels zur vollen siebten Abendstunde. “Wir haben noch einem Treffen beizuwohnen”. Bei diesen Worten nickte der flauschig fellige Kopf des Pandaren langsam dennoch blieb der wehmütige Blick des Pandaren auf das Bier der Kellnerin nicht aus.

Der Paladin gab der Frau ein paar Silberstücke, beglich so die Rechnung der beiden und erhob sich langsam. Seine Hand griff nach dem schweren Hammer, den er sich wieder umhing und auf seinem Rücken positionierte. Während der Pandare nach seinem eisernen Speer griff, der neben dem kristallgeschmiedeten Hammer stand. Das ungleiche Paar verließ das Wirtshaus und trat hinaus in die frische Nachtluft. Der salzig kühle Wind der vom Meer aus landeinwärts blies umspielte die beiden während sie Schritt für Schritt an den Kanälen entlang Richtung Burg Sturmwind gingen.

“Wurde dir mitgeteilt um was es geht?’” fragte der Draenei den Pandaren. Als Antwort sah man nur den großen Kegelhut, den der Pandare trug, sich ein wenig nach rechts und links drehen.



Als die beiden die Burg erreichten, schlug die Stimmung in diesem Bereich der Stadt merklich um. Von der Heiterkeit und dem Frohsinn im Magierviertel oder dem geschäftigem Treiben des Handelsviertels war vor den Toren der Burg nichts mehr zu spüren. Selbst die Wachen vor dem Tor verhielten sich anders als die Wachen aus der Garnison die in der Stadt Wachdienst verrichteten. Es lag etwas Unheilvolles über den Zinnen der Burg. Nach einem weiteren Schritt des Pandaren auf das Tor der Burg zu, reagierten die Wachen sofort und versperrten mit gezogenen Schwertern den Zutritt.

Ein leiser Seufzer war von Jinnfu zu vernehmen als ihm die lästige Bürde auferlegt wurde das offizielle Schreiben der Allianz aus seinen Taschen heraus zu suchen, um es vor zu zeigen. Doch noch bevor er es ganz hervor kramen konnte standen die Wachen mit einem Ruck stramm und grüßten voller Respekt als der Fackelschein auf die Siegelbandarole des Königs fiel. Den Zugang zur Burg nun gewährt beschritten die beiden den, so dachten sie, mühseligsten Teil des abendlichen Ausfluges. Die Treppen hinauf zur Burg und in der Burg weiter zum Thronsaal. Als sie diesen fast erreichten, wurde ihnen wieder der Weg von zwei Wachen versperrt. Diese jedoch eindeutig instruierten Wachen wiesen freundlich auf eine abzweigende Treppe vom Hauptweg.

Am Ende der Treppe angelangt, eröffnete sich den beiden ein großer schwach beleuchteter Raum. Abgesenkt in der Mitte stand ein großer Tisch mit der aktuellen Karte der Verwüsteten Lande. Mehrere Meter vom Tisch entfernt standen Tische und Bänke welche in der Dunkelheit des Raumes langsam verschwommen. Das Licht, welches den Tisch in der Mitte klar ausleuchtete, reichte gerade noch aus, dass man an den Tischen und auf den Bänken noch Gestalten jeglicher Herkunft erkennen konnte. Hier und dort sah man eines der großen Augenpaare der Gnome. In der Dunkelheit hervorstechend die silbernen Augenpaare von einigen Kaldorei. Menschen, Worgen, Zwerge, Pandaren und sehr viele Draenei, welche man ebenso an ihren Augen erkannte, hatten sich in diesem Raum versammelt. Ja selbst der ein oder andere untote Wiedergänger hatte sich hier eingefunden.

In der Mitte des Raumes stand der König und neben ihm eine Person die Arkijun nur zu gut kannte. Maraad, einer der Kämpfer, die erbittert gegen die Horde gekämpft und mit dem er zusammen auf demselben Schlachtfeld Blut vergossen hatte. Nachdem sich Arkijun und Jinnfu an einem der leeren Tisch am Rand nieder gelassen hatten, betraten noch ein paar weitere Gestalten den Raum und nach ein paar Minuten wurden die Türen geschlossen. Zwischen den sich schließenden Türen konnte man erkennen, wie je zwei Wachen vor und hinter der Tür Aufstellung nahmen.

“Es scheint wirklich sehr wichtig zu sein, wenn solch eine Vorsicht vorherrscht” tuschelte Arkijun zu Jinnfu sehr leise, um die Stille nicht zu brechen. Diesesmal bewegte sich die Hutkrempe des Pandaren, an der vorn eine kleine Ecke ausgebrochen war, langsam auf und ab und für einen kurzen Moment konnte man dessen linkes Auge durch die Lücke hervor stechen sehen.

Das leise Hintergrundgemurmel und Getuschel verstummte langsam und bald darauf erhob König Varian Wrynn das Wort und erzählt von einer unvorstellbaren Geschichte, welche sich vor nicht all zu langer Zeit in Pandaria während des Prozesses gegen Garrosh ereignete. Dass dieser geflohen und in der Zeit zurück gereist sei, um den Lauf der Zeit zu verändern. Überzeugt von der Gefahr, von dem Können und den Fähigkeiten der alten Horde aus den vergangenen Tagen erzählte Maraad wie es war, auf dem Schlachtfeld zu stehen, Wellen um Wellen anbrandender, blutdurstiger Orks nieder zu stecken und selbst unter zahlreichen Verlusten zurückgedrängt zu werden. Wie sich die Horde aufbaute. Wer ihre Anführer waren und wieso diese so gefährlich sind. Und nachdem Maraad seine eigene traurige Geschichte erzählt hatte, waren die entschlossenen Worte des Königs bis in die letzte Bank deutlich zu hören:

“Ruft unsere Helden zusammen und zieht in den Krieg! Azeroth braucht sie nun. Mehr den je!”

Mit diesem Worten ließ Varian seine Faust auf den Tisch niederfahren. Das Donnern hallte durch den ganzen Raum. Die Stille in der Dunkelheit des Raumes brach. Die angespannte Stimmung schlug um. Alle Gestalten, die vorher ruhig saßen oder in den Winkeln und Ecken standen, gerieten in Bewegung. Einige von ihnen holten Sphären der Kaldorei hervor um ihre Mitstreiter zu informieren. Andere sprachen in gnomische Handapparaturen, um sich mit den ihren auszutauschen. Der ganze Raum verfiel langsam ihn hecktisches Treiben während sich der König umdrehte und zusammen mit Maraad den Raum verließen.

Der Paladin folgte den Bewegungen der Lücke in dem Hut des Pandaren, welche ungefähr die Richtung zeigte in der dieser sah. Nach einer Weile bewegte sich die Lücke in der Krempe Richtung Arkijun. Sie hob sich leicht an und tief unter dem Hut schauten ihn zwei animalische, gelb schwarze Augen an.

Dann erhob der Pandaren seine tiefe Stimme.”Es ist noch nicht vorbei. Der Kampf hört nie auf, nur die Gründe ändern sich. Ob unsere alten Freunde ebenso einen Grund darin erkennen zu kämpfen so wie wir? Ruf sie zusammen. Wir treffen uns auf dem Platz im Magierviertel wo die Schwertlilien blühen.”
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